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Sensation ist gelungen! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Michaela Ganselmayer   
Freitag, 15. Januar 2010
Es ist eine Sensation, die beiden Sportler,  Raphael und Mahalia Slatner, des Union Budo Club Marchfeld, die am 28.11. und 29.11. für Österreich starteten (beide stammen aus Loimersdorf), schafften es, sich bei der Weltmeisterschaft in Athen einen Traum zu erfüllen.  Raphael Slatner erreichte in der Altersklasse U 18 den 3. Platz, seine Schwester Mahalia erreichte in der Altersklasse U 20 den hervorragenden 7. Platz.
Zu den Details:
Raphaels erster Kampf ging gegen einen Schweden. Zu Beginn war der Kampf noch sehr ausgeglichen, nach und nach wurde der Schwede aber stärker und Raphael musste sich leider geschlagen geben. So war jetzt nur noch der Einzug ins kleine Finale (= 3.Platz) möglich. Und man merkte es Raphi an, er wollte unbedingt alles herausholen, was nur geht.
Es kam so, dass er gleich in der zweiten Runde gegen den Gastgeber, einen Kämpfer aus Griechenland, antreten musste. Dieser Gegner war für Raphael aber ein nicht so wirklich ernstzunehmender Gegner, denn Raphi konnte ihn durch seine Routine ganz klar mit FULL IPPON (=gesamte Punkteanzahl) besiegen! So kam es, dass nun die komplette Fangemeinschaft der Griechen für unseren Österreicher Raphael mitfieberte, weil er wirklich einen fulminanten Kampf gezeigt hatte. Und was das heißt, wenn man andere Nationen hinter sich hat, ist einfach unbeschreiblich.
In der dritten Runde traf Raphi auf einen Kämpfer aus Dänemark; auch hier ging der Sieg mit FULL IPPON an unseren Jungstar.
Weiter ging es mit Runde 4. Hier traf er auf einen Kämpfer aus Slowenien. Man dachte Raphael würde schweben, so kämpfte er sich weiter und weiter, man sah hier schon, was für Potenzial in diesem Jungen noch steckte, auch bei diesem Kampf ließ er nichts „anbrennen“ und beendete diesen wieder mit der kompletten Punkteanzahl! Nun die fünfte und letzte Runde für Raphael um Platz 3! Der Gegner war wieder der Schwede, gegen den er in der ersten Runde verloren hatte. Nun ging Raphael aufs Ganze, denn er fieberte unbedingt auf diese Medaille hin, und wirklich, diesmal schaffte es der Schwede nicht, ihn ein zweites Mal zu besiegen, denn nach diesen vielen Runden mit Siegen, wurde Raphi mental immer stärker und so kam es, dass er diesen Gegner regelrecht „abservierte“ und sich damit SEINE Bronzemedaille sicherte und abholen durfte!!!
Anmerken muss man auch, dass Raphael als einziger Österreicher in der Alterklasse U 18 eine Medaille gewann.

Mahalia ging am Sonntag, 29.11. in der Alterklasse U 20 für Österreich ins Rennen. Und es war ein sehr starker Auftritt, den sie in der ersten Runde gegen eine Kämpferin aus Bulgarien hatte. Mahalia – ebenfalls eine sehr routinierte Kämpferin –  konnte diesen Kampf für sich entscheiden und traf in der zweiten Runde auf eine Kämpferin aus Italien. Hier war Mahalia etwas zu motiviert, denn durch ihren extrem starken Druck, den sie der Gegnerin machte, schlug Mahalia leider zweimal zu fest zu und wurde dadurch für diesen Kampf disqualifiziert.
Mahalia versuchte, sich auf ihren nächsten Kampf zu konzentrieren, denn dieser war gegen die sehr starke Kämpferin aus Frankreich. Mahalia hielt sich sehr,  sehr gut, denn man muss bedenken, dass diese Gegnerin vor ihr alle Kämpfe mit der vollen Punkteanzahl beendet hatte. Mahalia versuchte alles, um diesen Kampf zu gewinnen, aber leider gelang ihr dies am Ende doch nicht.
Sie musste sich mit der Niederlage abfinden. Dennoch durfte sich Mahalia über einen 7.Platz freuen und das ist eine supertolle Leistung für eine Weltmeisterschaft.
 Ich als Obfrau bin mächtig stolz auf diese beiden Sportler, denn sie begannen bereits im zarten Alter von 6 Jahren und man sah damals schon, dass die beiden einen extremen Willen, Ausdauer und Ehrgeiz hatten; und was man mit dieser Mischung erreichen kann, konnten Sie bereits lesen. Ihre beiden Trainer Mario und Thomas Ganselmayer sind ebenfalls mächtig stolz auf die beiden. Das jahrelange, teilweise harte Training hatte sich bezahlt gemacht. Denn durch all ihre Erfolge haben diese beiden niemals den Kontakt zur Realität verloren, nein, sie sind so geblieben, wie sie immer sind, freundlich, hilfsbereit und immer da, wenn man sie im Verein und auch privat braucht.
Ebenfalls möchte ich mich bei den Eltern Renate und Salomon Slatner bedanken, denn die waren es, die sie immer wieder motiviert haben, an diesem Sport dran zu bleiben und niemals aufzugeben. Nochmals vielen Dank für Eure Unterstützung.
Hier möchte ich nochmals wiederholen was mein Schwiegervater, Josef Ganselmayer, Euch bei der Ankunft verkündet hat: Man kann Euch die Trainingsstätte nehmen, etliche Steine in den Weg legen – den Willen und die Freude an diesem Sport kann euch kein Mensch der Welt  nehmen!!!
Bleibt einfach so, wie Ihr seid – DANKE!
 
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